EFG Glauchau und Meerane

Im Haus des Herrn

Freundlichkeit Gottes, Photographer MJTH shutterstock

Wohnen im Haus des Herrn

Beziehung zu Gott

In den vergangenen Bibelstunden haben wir uns mit dem Buch der Psalmen beschäftigt. Ein Vers, ein Gedanke ist mir selbst wieder wichtig geworden: Das Gebet zu Gott eröffnet einen Raum der Beziehung zu Gott. Die Bitte des Beters, immer im Hause des Herrn zu wohnen, meint ja nicht nur im übertragenen Sinn, an Gott dranzubleiben und in der Ewigkeit Gemeinschaft mit ihm zu haben.

Lebensnotwendig

Nur eines erbitte ich vom Herrn, danach verlangt mich: Im Haus des Herrn zu wohnen alle Tage meines Lebens, die Freundlichkeit des Herrn zu schauen und nachzusinnen in seinem Tempel.

(Psalm 27,4 – die Bibel nach der Einheitsübersetzung)

Das Gebet, wie es uns in den Psalmen vorgebetet wird, macht uns deutlich, dass wir vergehen, wenn wir nicht die Gemeinschaft zu Gott zu suchen. Wie es Gerhard Tersteegen in dem Lied „Gott ist gegenwärtig“ formuliert:

„Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, lass mich so still und froh deine Strahlen fassen und dich wirken lassen.“

Gerhard Tersteegen

Wer Gottes Angesicht sucht, der lebt. Und das gilt für alle Lebenslagen. Davon können die Beter der Psalmen auch Lieder singen: von der Klage in unermesslichem Leid, vom Lob des barmherzigen Gottes, von den Rachegelüsten der ungerecht Behandelten, wie auch von dem Festhalten am Glauben in Bedrängung.

Gebet als Lebenshaltung

Das Gebet will eine Oase sein mitten im turbulenten Alltag sein. Wer betet, der sieht die Welt realistisch: nämlich als Schöpfung Gottes. Wer Gott im Gebet sucht, der drückt in aller Freiheit aus: Ich brauche dich – dort wo es gut läuft und vor allem dort, wo ich nicht mehr kann.

Wer mit den Psalmen betet, der tritt ein in einen Jahrtausende alten und weltumspannenden Gebetsstrom hin zu Gott. So vielen Menschen sind die Psalmen Hilfe zum Leben und Loben, zum Klagen und Bitten geworden. Das Gebet (mit den Psalmen) hat sie immer wieder ein eine lebendige Gottesbeziehung getrieben.

Merken will ich mir die oben genannte Bitte: Gebet ist nicht nur gesprochenes oder gedachtes Wort hin zu Gott, sondern eine Lebenshaltung, die man sich schenken lassen kann.

Gebetsseminar und Gebetsdienst

Wir beten für Sie.


W
as erwarten wir eigentlich vom Gebet? Ist es nur unsere letzte Option? Welchen Stellenwert geben wir dem Gebet füreinander, der Fürbitte und dem Gebet um Heilung? Lässt sich Gott durch unser Gebet bewegen oder tut er sowieso nur das, was ER will?

Viel vermag das inständige Gebet eines Gerechten.

(Jakobus 5,16 – die Bibel)

Mit einem Gebetsseminar möchten wir uns intensiver mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzen und weiter lernen. Thomas Scheffler wird uns Impulse mitgeben, die wir im anschließenden Gebetsdienst auch umsetzen wollen. Mutmachen zum Gebet, um Gott „seine Zusagen um die Ohren zu reiben“ (Martin Luther) – dafür soll der Vormittag dienen.

Schwierige Situationen, Krankheiten, Sorgen und Ängste kennen wir alle. Aber wir sind damit nicht allein – wir stehen dem nicht machtlos gegenüber! Manchmal tut es gut, nicht nur alleine zu beten, sondern für sich beten zu lassen, vor allem, wenn einem selbst die Worte fehlen!

Wir laden Sie herzlich ein, mit uns zu lernen, zu beten oder einfach für sich beten zu lassen! Sie können zu beiden Teilen kommen oder nur zum Seminar oder nur zum Gebet. Wie Sie möchten.

Gebetsseminar mit Thomas Scheffler

  • Samstag, 21.04.2012
  • 09:00 – 11:00 Uhr (Seminarteil)
  • 11:00 – 12:30 Uhr (Teil Gebetsdienst)
  • Gemeindehaus Glauchau

Gebetsdienst: Wir sind nicht allein!

Wir beten für Sie.


U
nser Leben und Alltag ist oft durch schwierige Situationen und Entscheidungen geprägt. Wir sind durch Krankheit, Sorgen und Ängste belastet.

Doch was können wir tun? „Gold und Silber haben wir nicht…“ (nach Apostelgeschichte 3,6 – die Bibel), aber wir können zu Jesus unserem Versorger beten, vor ihm unsere Probleme ausbreiten und voll darauf vertrauen, dass er die Schwiergkeiten zu unserem Besten verändern wird.

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

(Römer 8, 28 – die Bibel)

Manchmal tut es gut, nicht nur alleine zu beten, sondern für sich beten zu lassen, vor allem, wenn einem selbst die Worte fehlen. Wenn Sie Gebet brauchen, dann möchten wir gern für Sie beten. In ruhiger und besinnlicher Atmosphäre stehen Beter und Beterinnen bereit, die für Ihre Sorgen und Ängste bei Gott eintreten wollen und den Segen Gottes zusprechen und weitergeben. Jeder ist herzlich eingeladen!

Wenn Sie für sich beten lassen wollen, so ist die Gelegenheit am

  • Samstag, dem 09.07.2011
  • zwischen 10:00 und 12:00 Uhr
  • Gemeindehaus Glauchau

Dankbar in Schwierigkeiten

Vögel im Himmel, Photographer Steffen Wargalla aboutpixel.de
Seid dankbar!

In der Bibel werden wir immer wieder zur Dankbarkeit aufgefordert. Dankbar sein in allen Dingen – das ist Gottes Ziel mit uns.

Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.

(Thessalonicher 5,18 – die Bibel)

Dankbar auch in kleinen Dingen

Wie viel Dankbarkeit spüre ich in mir? Ist mein Herz von Dankbarkeit oder von Bitterkeit und Vorwürfen erfüllt: Warum gerade ich? Bin ich nicht nur für die großen, sondern auch für die vielen kleinen, scheinbar selbstverständlichen und alltäglichen Dinge dankbar?

Zum Beispiel die Bewahrung im Straßenverkehr, Genesung und Heilung nach Krankheit, den Ehepartner, den Arbeitsplatz, etc. Die Bibel sagt: Seid dankbar in allen Dingen! Immer wieder werden wir dazu aufgefordert. Als Jesus 10 Aussätzige heilte, kehrt nur einer zurück und dankte ihm:

Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme und fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm.

(Lukas 15,17 – die Bibel)

Denkmal des Dankes aufrichten

Darum wollen wir nicht vergessen Zeichen der Dankbarkeit aufzurichten. Diese können uns vor Bitterkeit bewahren. Ein Zeichen der Dankbarkeit zu setzen bedeutet Dankopfer zu bringen, ähnlich wie die Männer Gottes im Alten Testament. Sie richteten Steine als Erinnerung für Gottes Hilfe auf.

Samuel, der geistliche Führer des Volkes Israel, errichtete beispielsweise ein Denkmal für das machtvolle Eingreifen Gottes bei einem Krieg gegen die Philister. Die Menschen in Israel sollten sich beständig an Gottes Hilfe erinnern:

Nach diesem Sieg stellte Samuel zwischen Mizpa und Schen einen großen Stein als Denkmal auf. „Bis hierher hat der Herr geholfen!“ sagte er und nannte den Stein „Eben-Eser – Stein der Hilfe“.

(1. Samuel 7,12 – die Bibel)

Denkmäler der Dankbarkeit aufrichten – wie können wir das in unserem Alltag umsetzten? Die fünf folgenden Punkte können dazu Anregungen geben:

1. Dank bei unseren Tischgebeten

Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist verwerflich, was mit Danksagung empfangen wird.

(1. Timotheus 4,4 – die Bibel)

2. Dankbarkeit in unserer Redeweise

Wir wollen in Gesprächen ein Zeichen der Dankbarkeit setzen und nicht mit in das allgemeine Klagen und Jammern einstimmen.

Genauso wenig passt unanständiges, gemeines und zweideutiges Gerede zu euch. Eure Sache ist es vielmehr, Gott zu danken und ihn zu loben.

(Epheser 5,4 – die Bibel)

3. Dank gegen den Sorgengeist

Sorgt euch um nichts, sondern in allen Dingen lasst eure Bitten in Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott kundwerden!

(Philipper 4,6 – die Bibel)

4. Dank für die Gemeinde

Fast alle Briefe beginnt Paulus damit, dass er für die Gemeinden betet dankt:

Wir danken Gott, dem Vater unseres Herrn Jesus Christus, allezeit, wenn wir für euch beten …

(Kolosser 1,3 – die Bibel)

5. Dank für Politiker und Staatsdiener

Wir sollten in unseren Gebeten nicht vergessen Gott für Deutschland zu danken und um gute Lösungen für die Herausforderungen unserer Nation zu bitten:

Sorge vor allem und zuerst dafür, dass die Gemeinde nicht aufhört zu beten. Betet für alle Menschen auf dieser Welt und dankt Gott. Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können.

(1. Timotheus 2,1 – die Bibel)

Dankbar für alles – ist das möglich?

Für Positives zu danken ist ja eigentlich kein Problem. Doch wir vergessen es oft, wenn es uns gut geht. Wir richten wenig beständig „Dank-Mäler“ für den Gott auf, dem wir alles verdanken. Somit haben wir auch Schwierigkeiten dankbar zu sein, wenn wir mit großen Problemen und Krisen konfrontiert werden. Dann fehlt uns die Übung und die feste Haltung eines dankbaren Herzens.

Seid dankbar in allen Dingen! Gott fordert uns auf, auch für Probleme und Schwierigkeiten dankbar zu sein und ihn auch in diesen Situationen zu loben. Denn mit Jesus an unserer Seite können wir sicher sein, dass ER mit uns diese Durststrecken überwinden wird.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

(Psalm 23,4 – die Bibel)

Auch im finsteren Tal gibt uns Gott uns Zeichen seiner Nähe. Manchmal braucht es Zeit, um dies zu entdecken. Gott ist es möglich, aus jedem scheinbar schlechten und negativen Weg einen guten zu gestalten.

Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach seinem Ratschluss berufen sind.

(Römer 8, 28 – die Bibel)

Mehr als ein Überwinder

www.joyce-meyer.de

E
in sehr interessanter Beitrag von Joyce Meyer darüber, wie wir Problemen und Schwierigkeiten im Alltag durch Jesus begegnen können. Wir können durch Gott mehr als ein Überwinder sein, denn wir kennen den der die Lösung kennt.

Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns geliebt hat.

(Römer 8,37 – die Bibel)

„Ich lebe und ihr sollt auch leben“

Himmel, jadon aboutpixel.de


D
er unten stehende Vers stammt aus den so genannten Abschiedsreden des Johannes-Evangeliums gegeben. Wie vor ihm Jakob und Mose wendet sich Jesus vor seinem Tod an den engsten Kreis der Menschen, die ihn bisher auf seinem Weg begeleitet haben. Nun kommt die Zeit, Abschied zu nehmen.

Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.

(Johannes 16,22 – die Bibel)

Letzte Worte, eine Textgattung, die nur am Lebensende eines Menschen benutzt wird. Letzte Worte, sie haben mit Tod und der dazugehörigen Trauer zu tun.Letzte Worte, das sind Worte, die Hoffnung ausdrücken wollen: das Leben ist für den zu Ende, der die letzten Worte spricht – aber letzte Wort sollen immer die Lebenden erreichen, deshalb sind es Worte der Hoffnung.

Abschied nehmen, letzte Worte, die gehören nicht so sehr zu unserer Trauerkultur – gerade in christlichen Kreisen betonen wir schnell die Hoffnung und die Freude. Jesus stellt fest und gesteht es seinen Jüngern zu: „Ihr habt nun Traurigkeit“. Traurig sein bei Abschied und Verlust, das darf und muss sein! Jesus gesteht sie uns zu, weil sie zu unserem Leben gehört. Eine professionelle Trauerbegleitung dauert 13 Monate (über den 1. Todestag des Betrauerten hinweg). Halten wir das solange (oder noch länger?!) aus, dass Menschen ihre Trauer ausleben dürfen?

Der Traurigkeit, dass Jesus Christus nicht mehr leibhaftig sichtbar unter uns ist, wird die Schärfe genommen, weil er uns ja nicht alleine lässt. Einige Kapitel später (noch immer in den Abschiedreden), verheißt er uns den Heiligen Geist, den Paraklet, den Tröster, den Beistand – bei Jesus wird die Hoffnung nicht zu einer Worthülse, sondern sie wird mit Leben gefüllt. In allem Leid und Abschiedsschmerz dürfen wir uns freuen, weil er doch mit uns geht. Christus selbst füllt uns mit Leben, Hoffnung und Freude: „Ich lebe und ihr sollt auch leben“.